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Energieberatung zu Hause.

„Es gibt sie nicht, die Lösung von der Stange.“

Energieeffizienz ohne Komfortverlust plus Ökostrom – so lautet eine einfache und zugleich wirksame Formel für mehr Klimaschutz und weniger Kosten. Wer etwa heimliche Stromfresser im Haushalt finden möchte oder Modernisierungspläne für seine vier Wände hegt, ist bei Energieeffizienzexperte Stefan Brehm in guten Händen. Warum erklärt er im Interview.

Einblicke: Herr Brehm, wann ist eine Energieberatung sinnvoll?

Stefan Brehm: Vereinfacht gesagt, wenn Sie sich über einen zu hohen Verbrauch von Strom, Wasser oder Gas wundern oder Einsparpotenziale zum Beispiel bei der Wärmedämmung, den Fenstern oder in Ihrem Heizkeller vermuten. Wichtig ist aber, zwischen kleineren Initialberatungen, die wir unseren Kunden übrigens kostenlos anbieten, und umfangreichen, kostenpflichtigen Energiegutachten von einem Energieeffizienzexperten zu unterscheiden. Letztere empfehle ich bei einem Neubauprojekt oder bei energetischen Gebäudesanierungen – zumal wenn man dafür staatliche Fördermittel in Anspruch nehmen möchte.

Wer kommt zu Ihnen in die Beratung?

Das ist sehr unterschiedlich. Es gibt Mieter, die mit ihrer Stromrechnung zu uns kommen und sich konkrete Spartipps wünschen. Wir verleihen zum Beispiel LED-Lampenkoffer und Strommessgeräte, mit denen man Stromfressern im Haushalt auf die Schliche kommt. Und es gibt Eigentümer, die wissen wollen, wie sich erneuerbare Energien mit einer neuen Heizung kombinieren lassen, oder die sich fragen, was neue Fenster bringen. Für die kleinen Einsparungen reicht oft ein Besuch in unserem Kundenzentrum oder ein Telefonat aus. Wenn es sich anbietet, und das ist oft der Fall, komme ich für eine kostenlose Initialberatung zu den Kunden nach Hause und mache eine Ortsbegehung. Derzeit ist dies pandemiebedingt allerdings nicht möglich.

Was genau machen Sie dann vor Ort?

Ich gehe mit den Bewohnern durch alle Wohnräume. Gemeinsam schauen wir zum Beispiel, wo ungewöhnlich viel Strom verbraucht wird oder unnötig Wärme verloren geht. Ein Blick auf Mauerstärken, Dach, Fenster und in den Heizkeller verrät da manchmal schon viel. Nach meist 90 Minuten erhalten die Bewohner einen ersten Überblick, wo ihre Energiesparpotenziale liegen und erfahren, ob und in welcher Zeit sich Investitionen in neue Elektrogeräte, eine moderne Heizung oder gezielte Dämmmaßnahmen rechnen. Ich zeige ihnen auch, wie sie mit kleinen Verhaltensänderungen ihren Energieverbrauch senken können.

„Was Bauherren und sanierungswilligen Hausbesitzern oft fehlt, ist eine kundige Einschätzung vor Ort, was möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist.“
Stefan Brehm, BAFA-Energieberater

Gibt es für Sanierer eigentlich eine Pflicht zur Energieberatung, wie man jetzt häufiger liest?

Gesetzlich? Nein! Außer, man möchte nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) Fördermittel in Anspruch nehmen. Doch einfach mal so drauflos sanieren, das geht meist nach hinten los. Für langfristig hohen Wohnkomfort, niedrige Energiekosten – und um Fehlinvestitionen zu vermeiden – ist der erste Schritt immer, einen Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater zu vereinbaren. Der macht eine Bestandsaufnahme vom Ist-Zustand der Immobilie und zeigt passend zu den Vorstellungen und zum Budget des Eigentümers wirtschaftlich sinnvolle Sanierungsschritte auf. Denn eine Lösung von der Stange gibt es nicht. Jedes Haus ist anders. Mal bieten das Gebäude und die Fenster die größeren Einspareffekte, mal ist es die Heizungstechnik, die unnötige Kosten verursacht. Leider holen sich noch zu wenige Hauseigentümer und Bauherren fachlichen Rat, vermutlich aus Kostengründen.

Was kostet denn zum Beispiel bei der Rheinhessischen eine Sanierungsberatung, sagen wir für ein Einfamilienhaus?

Wenn Sie planen, ein unsaniertes Wohngebäude aus den 1960er-Jahren in ein Effizienzhaus zu verwandeln, etwa 3.000 Euro. Darin sind dann aber Fachplanung und Baubegleitung für die umfangreiche Sanierung bereits enthalten. Was Bauherren häufig nicht wissen: Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert die qualifizierte Baubegleitung mit 50 Prozent der Kosten. Für Einzelmaßnahmen, wie die Dach-, die Außendämmung oder den Fenstertausch, benötigen Sie keine Fachplanung und Baubegleitung. Da reicht es, wenn der Eigentümer einen Energieberater an der Hand hat, der vom BAFA autorisiert ist, die Förderanträge zu stellen.

Gut zu wissen. Bietet die Rheinhessische das an?

Als BAFA-Energieberater erstelle ich für Kunden regelmäßig Fördermittelanträge für einzelne Sanierungsmaßnahmen oder auch für komplexere Vorhaben. Die Kosten sind überschaubar. Bei einem Fenstertausch berechnet die Rheinhessische für die Fördermittelberatung inklusive Antragsstellung 400 Euro. Ebenso bei einer Heizungsmodernisierung – hier sind die Beantragungskosten durch den Energieeffizienzexperten aber nicht förderfähig.

„Jedes Haus ist anders. Mal bieten das Gebäude und die Fenster die größeren Einspareffekte, mal ist es die Heizungstechnik, die unnötige Kosten verursacht. Hier ist eine individuelle Lösung gefragt.“
Stefan Brehm, BAFA-Energieberater

Über welche Baukosten reden wir eigentlich bei einer Gebäudesanierung?

Die Komplettsanierung eines Einfamilienhauses mit 140 Quadratmeter Wohnfläche – ohne komplizierte Vor- und Rücksprünge an den Fassaden – kostet zwischen 100.000 und 130.000 Euro.

 

Das ist eine Menge Geld!

Nur eine Bauteilgruppe zu sanieren, wie zum Beispiel die Fenster, ist natürlich deutlich günstiger. Hier kalkuliert man rund 400 Euro je Quadratmeter Fensterfläche. Solche Einzelmaßnahmen bezuschusst der Staat bis zu einer Investitionssumme von 60.000 Euro mit 20 Prozent – das sind also bis zu 12.000 Euro Förderung. Aber Wirtschaftlichkeit ist nicht alles, denn die Immobilie steigt dadurch dauerhaft im Wert. Hinzu kommen der gewonnene Wohnkomfort und natürlich der Klimanutzen.

 

Und was bringt bei Bestandsgebäuden die schnellsten Einspareffekte?

Warmwasser und Heizung verursachen den größten Energieverbrauch. Die Haustechnik ist deshalb neben der Dämmung verschiedener Flächen ganz zentral für die energetische Sanierung. Ältere Anlagen arbeiten unwirtschaftlich und können die strengen Umweltauflagen nicht mehr erfüllen. Hinzu kommt: Seit Januar 2021 erhebt der Bund den CO2-Preis auf fossile Brennstoffe. Wer damit heizt, den erwarten bis 2026 Jahr für Jahr steigende Kosten Ein sparsamer Verbrauch durch moderne, effiziente Heiztechnik kann dies kompensieren.

 

Was bringt eine neue Heizung?

Eine neue Gas-Brennwertheizung zum Beispiel verursacht bis zu 30 Prozent weniger Kosten und CO2-Emissionen. Wer sich jetzt für die Heizungsmodernisierung entscheidet, wird vom Bund großzügig unterstützt. Der Förderfokus liegt dabei auf erneuerbaren Energien, entweder als alleinige Wärmequelle oder in Kombination mit einer Gasheizung.

 

Seit dem 1. Januar 2020 gibt es die „Austauschprämie“ für alte Ölheizungen. Rechnet sich die Umrüstung?

Für den Austausch des alten Ölbrenners durch ein effizientes Gas-Brennwertgerät im Ein- und Zweifamilienhaus bekommt man 20 Prozent Förderung. Bedingung: Die Anlage muss „renewable ready“ sein und sich innerhalb von zwei Jahren um eine erneuerbare Energiequelle wie beispielsweise Solarthermie erweitert werden. Für den Umstieg auf eine Gas-Hybrid- oder auch eine Hybridheizung komplett aus erneuerbaren Energien gibt es 40 beziehungsweise 45 Prozent Förderung.

 

Die Rheinhessische stellt auch Energieausweise aus …

… das stimmt. Seit 2014 müssen diese den Miet- oder Kaufinteressenten bei Verkauf oder bei der Neuvermietung von Immobilien vorgelegt werden. Der Energieausweis informiert über die Dämmung der Bauteile, den Zustand der Heiztechnik sowie den Energieverbrauch für Heizung und Warmwasserbereitung. Er gibt auch erste Empfehlungen zu wirtschaftlich sinnvollen Maßnahmen für die energetische Sanierung. Da die Energieausweise aber nur zehn Jahre gültig sind, müssen Eigentümer sie unter Umständen erneuern lassen. Die Rheinhessische stellt sowohl einfache Verbrauchsausweise für Bestandsbauten als auch Bedarfsausweise für Neubauten und sanierte Objekte aus. Für unsere Kunden übrigens zu Sonderkonditionen.

Ersetzt der preiswerte Ausweis womöglich die teurere Energieberatung?

Eher nein. Aber auf Wunsch bieten wir im Anschluss eine weiterführende Energie- und Fördermittelberatung an.

 

Man hört immer wieder von „schwarzen Schafen“ unter den Energieberatern. Woran erkenne ich, dass es ein „guter“ ist?

Ja, die Berufsbezeichnung Energieberater ist leider nicht geschützt und wird daher oft fälschlich verwendet. Ein Energieberater ist ein Energieeffizienzexperte. Er ruft nicht ungefragt an oder klingelt einfach an der Tür und er macht keine Werbung nur für eine Firma. Außerdem sollte er bei BAFA oder der Deutschen Energie-Agentur (dena) gelistet sein.

Zur Person:

Bei der Rheinhessischen ist Stefan Brehm seit acht Jahren die „erste Anlaufstelle“, wenn es um Energieeffizienz und CO2-Sparen in Haus und Garten geht. Die Beurteilung des Strom- und Heizenergieverbrauchs und die Beratung, wie man hohe Energiekosten in den Griff bekommt, sind sein Metier. Gut zu wissen: Wer im Grundversorgungsgebiet der Rheinhessischen daheim ist, bekommt seinen Expertenrat kostenfrei. Der 53-jährige Gebäudesystem-Techniker ist seit mehr als 15 Jahren beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) als unabhängiger Energieberater für Wohngebäude registriert und ein bei der Deutschen Energie-Agentur (dena) gelisteter Energieeffizienzexperte. Damit ist er unter anderem berechtigt, Förderanträge für energetische Sanierungsmaßnahmen zu stellen. In seiner Freizeit stehen bei Stefan Brehm Fitness und Outdoor-Aktivitäten aller Art hoch im Kurs – am liebsten stiftet er dazu seine vier Kinder an.

Energieausweis jetzt erneuern!

Bei Verkauf, Vermietung und Verpachtung von Immobilien ist ein aktueller Energieausweis Pflicht. Die Deutsche Energie-Agentur (dena) empfiehlt statt des einfachen Verbrauchsausweises den aussagekräftigeren Bedarfsausweis. Zu dessen Erstellung unterzieht ein Energieeffizienzexperte das Haus einer umfassenden Prüfung. Dämmung, Isolierung der Fenster, Zustand und Art der Heizungsanlage und viele weitere Aspekte werden dabei untersucht. Daraus ergibt sich ein Wert, der eine genaue Einschätzung des energetischen Zustands des Hauses darstellt.

 

Was sollten Sie beim Hausbesuch des Energieberaters parat haben?

Beim Bestandsgebäude: Grundrisse, Unterlagen des Bauamts, Gebäudebeschreibung und Protokolle des Schornsteinfegers. Beim Neubau: Architektenpläne, Grundrisse und Baubeschreibung. Diese Unterlagen werden auch für Förderanträge benötigt.

Fragen zur Energieberatung und zum Energieausweis beantwortet Stefan Brehm.

Kontakt

E-Mail: brehm@rheinhessische.de
Telefon: 06132 7801-233

Modernisierer und Sanierer aufgepasst! Klicken Sie hier, um zu den Beratungs- und Energiedienstleistungen der Rheinhessischen zu gelangen.

Bildnachweis: Stefan Gröpper, Stefan Brehm, shutterstock.com/Alexander Raths

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