Wer sich schon einmal gefragt hat, woher das Trinkwasser für Ingelheim kommt und welchen Weg es bis zum Wasserhahn zurücklegt, kam beim Wasserradeln voll auf seine Kosten. 200 Radfahrerinnen und Radfahrer gingen mit der Rheinhessischen auf Tour – und waren sehr begeistert.
Wasserradeln: eine „Mega-Veranstaltung“.
Der Tag war ein voller Erfolg. Zumindest schwärmen die Veranstalter von der Rheinhessischen noch heute von vielen positiven Rückmeldungen, die sie von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern erhalten haben. „Alle sprachen von einer Mega-Veranstaltung“, ist Verena Schulze, Leiterin Vertrieb und Marketing von der Rheinhessischen, immer noch überwältigt vom Feedback. „Wir waren wirklich überrascht, wie groß die Begeisterung war“, bestätigt auch Lisa Gehrig, Geschäftsbereichsleiterin Markt bei der Rheinhessischen. Aber von vorne:
Den Weg des Ingelheimer Trinkwassers entdecken.
Zum ersten Mal hat die Rheinhessische Mitte September 2026 ein „Wasserradeln“ auf die Räder gestellt. Knapp 200 Radlerinnen und Radler – groß bis klein – trafen sich am Wasserwerk zu einer geführten Radtour entlang des Weges der Ingelheimer Wasserversorgung. Das Motto: „Entdecken Sie, wie unser Trinkwasser seinen Weg bis zu Ihnen nach Hause findet.“ Die Tour ging über 16 Kilometer sowie fünf Stationen der Wasseraufbereitung und bot Einblicke in die sichere Trinkwasserversorgung Ingelheims.
„Vielen Dank für die sehr informative, gut vorbereitete und bestens durchgeführte Veranstaltung. Sie haben ihren Kunden mit dem Wasserradeln am Sonntag interessante Informationen über DIE Lebensgrundlage Wasser an Ort und Stelle sehr anschaulich vermittelt.“
Aus der E-Mail eines Teilnehmers an die Rheinhessische
Tour der Rheinhessischen – und Petrus’ Beitrag.
Nach einer kurzen Begrüßung durch Geschäftsführer Martin Wunderlich sowie Getränken und Brezeln zur Stärkung machten sich drei Gruppen auf den Weg. Regen war ja erst für den Nachmittag gemeldet – aber schon am Wasserwerk im Blumengarten goss es wie aus Eimern. Offensichtlich wollte auch Petrus einen Beitrag leisten und daran erinnern, dass es der Regen ist, der den Rhein mit Wasser füllt und somit das Uferfiltrat liefert, das die Ingelheimer Quellen mit vorab natürlich gereinigtem Trinkwasser bester Qualität versorgt. „Rohwasser“ wird es hier noch genannt, denn es folgen einige Aufbereitungsschritte.
„Leichte Steigung“ war ambitioniert.
Der Radweg führte zum Hochbehälter Heidesheim. „Ein kurzer Schotterweg mit leichter Steigung“ hatte es in der Beschreibung geheißen. Doch der Verfasser war wohl Radfahrer mit Tour-de-France-Ambitionen. Einige Teilnehmende kamen am Anstieg durchaus ins Schnaufen. Einer wurde gar mitsamt Rad vom Besenwagen eingesammelt – und freute sich auf die folgende Abfahrt.
Hochbehälter Heidesheim mit innovativer Technik.
Thema am Hochbehälter Heidesheim war die innovative Versuchsanlage, die die sogenannten „Ewigkeits-Chemikalien“ PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) aus dem Wasser der Quelle in Heidesheim filtert. Für Staunen bei den Teilnehmenden sorgte hier auch ein kleiner Hinweis am Rande: Trinkwasser von der Rheinhessischen erfüllt nicht nur spielend alle Anforderungen der deutschen Trinkwasserverordnung, sondern darüber hinaus die noch strengeren Kriterien der amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) für die Herstellung von Medikamenten.
Strategischer Puffer Wackernheim.
Nächster Halt war die Baustelle des Hochbehälters Wackernheim. Er soll als strategischer Puffer für das lokale Quellwasser dienen und einen stabilen Netzdruck sichern. Daneben erhöht er die Löschwasserreserven für den Brandschutz und spielt eine zentrale Rolle für die Wasserqualität – etwa um die Nitratgrenzwerte sicher zu unterschreiten.
Rheinhessen-Wasser für Obst.
Für eine Erfrischung zwischendurch sorgte Markus Kirn, Obstbauer aus Ingelheim („Philaroma“). Er hatte den Radlern nicht nur Apfelsaft aus eigener Produktion mitgebracht, sondern betonte auch, wie wertvoll das Wasser der Rheinhessischen für die Bewässerung seiner Obstplantagen ist. Und wie gut das Ergebnis schmeckt, zeigte er anhand der für die Teilnehmenden mitgebrachten Äpfel, Erdbeeren und Tomaten.
Altes E-Werk am Hesselweg: Getränke und Gegrilltes.
Seinen krönenden Abschluss fand das Wasserradeln am Alten E-Werk im Hesselweg. Thematisch ging es um den dortigen Brunnen, seine Rolle in der Geschichte der örtlichen Wasserversorgung sowie die Bedeutung dieser Quelle für die Region. Und natürlich freuten sich alle nach etwa drei Stunden Wasserradeln über kühle Getränke und Gegrilltes oder eine vegetarische Alternative zur Bratwurst.
„Durch Ihren großen Personaleinsatz konnte sich jeder der über 200 Teilnehmer gut informieren, alle Fragen wurden kompetent beantwortet. Die Radtour war kurzweilig und hat zudem einen kleinen Beitrag für die Gesundheit der Teilnehmer und des Klimas gebracht. Die leckere Verpflegung am Ende gab Gelegenheit, offen gebliebene Fragen zu stellen.“
Aus der Dankes-E-Mail eines Teilnehmers
Ausklang: Entenangeln und vielleicht eine Wiederholung?
Und zumindest drei Teilnehmenden hat das Entenangeln – das Gewinnspiel zum Abschluss – außerdem die Gelegenheit gebracht, die müden Radlerwaden im Regionalbad zu entspannen. Es waren drei Gutscheine zu erangeln. Die meisten anderen interessierte viel mehr die Frage, ob es denn eine Wiederholung der Radtour gibt – zum Beispiel zum Thema Stromversorgung. Die Veranstalter der Rheinhessischen sind nach so viel positiver Rückmeldung auf jeden Fall ins Überlegen gekommen.
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