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RegionalAufbäumen

Waldaktionstag. Anpacken für den Klimaschutz.

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Gemeinsam aufbäumen: Über 2.600 Kund:innen der Rheinhessischen haben bereits auf papierlose, digitale Post umgestellt – das macht genauso viele neue Bäume für den Ingelheimer Stadtwald. Ein echter Erfolg, den die Rheinhessische am 21. Oktober gemeinsam mit Revierförster Florian Diehl und über 200 Besucher:innen am Waldaktionstag im Stadtwald feierte. Die meisten davon pflanzten einen eigenen Baum.

Alle packen an: über rund 150 neue Traubeneichen für den Stadtwald.

„Wer möchte, kann jetzt selbst einen Baum pflanzen“, kaum spricht Florian Diehl, Revierförster im Ingelheimer Stadtwald, die Einladung aus, setzen sich nahezu alle Teilnehmer:innen des Waldaktionstags am 21. Oktober in Bewegung. Ganz gleich ob Kinder, Eltern oder Großeltern. Ausgestattet mit einem speziellen Pflanzspaten marschieren sie die Anhöhe zur Aufforstungsfläche hoch – ein etwa ein Hektar großes, nahezu baumloses Areal nahe des Windparks Kandrich –, die Florian Diehl zusammen mit seinen Mitarbeiter:innen zuvor ausgewählt und fürs Aufforsten präpariert hatte. Er erklärt: „Die Trockenheit hat den ehemaligen Fichtenbestand hier in den vergangenen Jahren nahezu komplett zerstört. Der Borkenkäfer hatte bei den geschwächten Bäumen leichtes Spiel.“

Statt solcher Flachwurzler sollen deshalb hier in Zukunft tiefwurzelnde Traubeneichen wachsen, wie sie die Teilnehmer:innen des Waldaktionstags gepflanzt haben. Normalerweise ist das Ökosystem selbst in der Lage, sich zu regenerieren. Doch das dauert. „Die Schäden durch den Klimawandel sind so massiv, deshalb helfen wir dem Wald und pflanzen junge Bäume. Die Aktion ‚Gemeinsam aufbäumen‘ der Rheinhessischen hilft uns sehr. Nicht nur finanziell, denn sie übernimmt die Kosten für die Setzlinge. Vor allem auch deshalb, weil die Kampagne die Menschen für den Natur- und Klimaschutz sensibilisiert“, ist Florian Diehl überzeugt.

Voller Körpereinsatz für den Natur- und Klimaschutz.

Der vierjährige Philipp steht mit beiden Füßen fest auf dem Pflanzspaten. An dessen unterem Ende befindet sich ein 30 Zentimeter langes Metallteil mit einem kleinen Tritt, das in den Waldboden gedreht werden soll. „So tief, dass die Wurzel und ein kleines Stück Stamm des Setzlings fest in der Erde verankert sind“, erklärt ein Forstmitarbeiter dem jungen Helfer. Aber das ist gar nicht so einfach. Philipp hüpft, springt, stemmt sich mit aller Kraft auf den Spaten – doch der bewegt sich keinen Zentimeter nach unten. Erst mit Hilfe seines Vaters gelingt es ihm, das Loch im Waldboden tief genug für den Setzling auszuheben. Jetzt steckt er den jungen Baum hinein, füllt es mit Erde und drückt diese rund um den kleinen Stamm fest. Nun kann die junge Eiche anwachsen. Philipp strahlt – und möchte weitermachen. „Oma, Mama, darf ich eure Bäume auch pflanzen?“ „Na klar“, antworten sie unisono. Gesagt – getan. Philipp und sein Vater legen erneut los. So wie viele andere auch. Überall auf der Aufforstungsfläche werkeln die freiwilligen Helfer:innen und pflanzen Bäume. Insgesamt haben Florian Diehl und seine Mitarbeiter:innen dafür auf dem Gelände 35 quadratische Flächen präpariert. Denn in den ersten Jahren muss ein Holzzaun die jungen, offenkundig wohlschmeckenden Pflanzen vor Rehen und anderen Wildtieren schützen. In jedem dieser 6,25 Quadratmeter großen Areale pflanzen die heutigen Aufbäumer:innen jeweils zwölf Traubeneichen – insgesamt rund 150. Alle im Abstand von etwa einem halben Meter. Den Rest übernimmt dann wieder die Natur. Florian Diehl ergänzt: „Denn trotz des Wildschutzes erreicht nur ein kleiner Teil der Bäume eine stattliche Größe – lediglich die Stärksten werden sich im Wettbewerb um Licht und Nährstoffe durchsetzen.“  

Gemeinsam aufbäumen wirkt: Der Stadtwald wächst weiter.

Mehr als 2.600 Kund:innen der Rheinhessischen haben inzwischen bei der Aktion „Gemeinsam aufbäumen“ mitgemacht, die erst im März dieses Jahres startete. Im ersten Schritt ging es darum, dass die Rheinhessische für alle, die im Kundenportal auf papierlose digitale Post umstellen, im Gegenzug einen Baum für den Ingelheimer Stadtwald spendete. Das sind jetzt also über 2.600 klimaresiliente Setzlinge, von denen über 1.300 bereits im Stadtwald wachsen. Diese Aktion läuft weiter. Doch seit September legt die Rheinhessische noch einen drauf: Auch für jeden neuen Ökostromvertrag  – ganz gleich ob in der Region oder bundesweit – ebenso wie beim Tarifwechsel im Strom erhält Florian Diehl einen Baum für den Stadtwald. „Damit können unsere Kundinnen und Kunden doppelt Gutes für den Klimaschutz tun. Denn nicht nur unser echter Ökostrom verbessert die Klimabilanz, sondern jeder neue Baum“, erklärt Geschäftsführer Martin Wunderlich, der die Aktion mitinitiiert hat. Umso mehr freut ihn die große Resonanz. Zum Auftakt der Waldaktionstages erklärte er: „Ich bin wirklich überrascht, wie sehr sich die Menschen für ihren Stadtwald interessieren, Fragen stellen und die Aktion unterstützen. Wir haben bereits im Vorfeld viele positive Rückmeldungen per E-Mail erhalten.“

Ausklang mit Sonne.

Inzwischen kämpft sich die Sonne mehr und mehr durch die zuvor dichte Wolkendecke – ein optimaler Zeitpunkt, denn die Teilnehmer:innen des Waldaktionstags treffen nach und nach wieder an der Emmerichshütte ein. Dort empfängt sie die Rheinhessische mit einer passenden Stärkung: Saft und Wein aus ökologischem Anbau, Wildschweinbratwurst aus dem Ingelheimer Stadtwald und vegane Frikadellen. Die jüngeren Aufbäumer:innen toben inzwischen ausgelassen auf dem Spielplatz, die älteren lassen den Aktionstag Revue passieren. „Wir sind froh, heute mit unseren Kindern dabei gewesen zu sein“, erklärt ein junges Ehepaar, „gemeinsam konnten wir nicht nur unseren schönen Stadtwald genießen, sondern viel Neues lernen und unseren ersten Baum pflanzen. Das hat uns gut gefallen.“ Auch für die Rheinhessische und Florian Diehl hat sich der Einsatz gelohnt. So sehr, dass sie bereits einen weiteren Waldaktionstag ins Auge fassen. Martin Wunderlich erklärt: „Ich kann mir gut vorstellen, einen nächsten Waldaktionstag zu veranstalten, wenn wir 10.000 Bäume pflanzen können. Das wäre ein weiterer Meilenstein für den Ingelheimer Stadtwald und den Klimaschutz.  

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